Die japanische Anemone von Emile Gallé & die Barock Bar in Regensburg

Was braucht es um eine erfolgreiche Bar zu führen? Eine gute Lage, ein interessantes Interieur und natürlich die richtigen Getränke. Nicht zu vergessen, höfliche Gastgeber und einen professionellen Service.

Quelle: wikipedia

Es gibt tausende von Feinheiten, warum man sich in einer Bar wohl fühlt und gerne dort hingeht oder ob der Vibe nicht passt. Eine Bar in Regensburg haben wir gefunden, welche uns sehr gut gefällt. Die Barock Bar hat alleine schon mit ihrem Namen unsere Neugierde geweckt. Barock? Wie meint der Inhaber das? Wir stellen uns Stuck und Schnörkel vor, aber weit gefehlt. Es kommt kein kitischiger Prunk zum Vorschein. Dafür ist die Lage aber mitten in der Innenstadt und der Fußgängerzone des schönen Regensburg.

Betritt man die Bar wird man meist sehr freundlich und persönlich empfangen. Sogar die Mäntel werden einem abgenommen, was keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Der große Barraum hat wunderschöne Säulen und eine traumhafte Decke. Man fühlt sich tatsächlich etwas in der Zeit zurückversetzt. Vielleicht auch wegen den schicken Westen und Krawatten der Barkeeper.

Gerne nehme ich an der Bar Platz um das Geschehen dahinter zu beobachten und gerne studiere ich die aufgereiten und beleuchteten Sprituosen, welche verarbeitet werden. Es werden wundervolle „Manhatten“ kreiert aus geeisten Gläsern und mit geprägten Eiswürfeln. 🥃Jede Zitronenzeste welche über der neuen Kreation gedreht wird, erzeugt einen wunderbaren Duft und macht so schon aus der Ferne Appetit auf mehr.

Hier sind Könner am Werk. Leidenschaftlich werden die Cocktails in den passenden Gläsern 🍹geschmückt und zelebriert. Auch ein typischer Martini🍸, ganz nach James Bond, darf natürlich nicht fehlen. Dry oder extra dry?

Wir sind allerdings wegen einer anderen Kunst hier. Ihr erratet es. Die Kunst des Schaumweins. Und die Barock Bar hat sich hier eine besondere Marke ins Haus geholt.

Perrier-Jouet🥂 ein besonders feiner Tropfen der sofort das typisch französische „Joie de vivre“ in jeden Moment spürbar macht. Im Glas silbrig-golden schimmernd. Eine lebhafte, stilvolle Cuvée. Ein angenehmer und mittelschwerer Champagner welcher in der Nase an blumige Aromen erinnert, abgerundet mit frischen Früchten und Anklängen von buttrigem Brioche.

Die Geschichte des Perrier-Jouët Grand Brut lässt sich bis ins Jahr 1846 zurückverfolgen. Damals brachte die Maison die Cuvée K heraus, einen historischen Champagner. Denn er war der erste mit geringerem Zuckergehalt, also das, was man heute als „Brut“ bezeichnet. 

Die Dosage der Cuveé K von weniger als 5 % war gewagt wenig in einer Zeit, als Champagner normalerweise bis zu 40 % Zucker enthielt.  Die Maison Perrier-Jouët wurde berühmt für ihre Brut-Champagner, die sie deswegen herstellen konnte, weil ihre hochwertigen Trauben nur sehr wenig Zuckerzusatz benötigten – diese Philosophie behält sie bis heute bei. (Quelle)

Der Champagner Perrier-Jouet Belle
Epoque ist eine Ikone der Maison.
die Original Belle Epogue Cuvée,
geschmückt mit dem legendären
Motiv aus weißen japanischen
Anemonen, das 1902 von Emile
Gallé entworfen wurde.

Ich blicke auf die Uhr und stelle fest, dass ab 18 Uhr die Barock Bar bereits offen hat. Ein kleiner Seufzer entwischt mir. Ach wie schön wäre jetzt ein eiskaltes Glas Champagner Perrier-Jouet.

Sicher ist die Barock Bar für den ein oder anderen etwas fordernd, was die hochwertigen Drinks angeht und die stilechten geeisten Gläser. So kann ich mich hier nur der Kellermeisterin Severine Frerson anschließen, was auf den Champagner wie auch auf die Bar sehr gut passt.

„Ich beschreibe den Perrier-Jouët Grand Brut mit dem Ausdruck ‚Chamäleon-Cuvée‘,” sagt Séverine Frerson. „Er besitzt die Substanz und eine Persönlichkeit, die sich an jede Situation anpassen kann“ 

Für mich erhält die Barock Bar 4 von 5 Sternen. Den für die „extra Mile“ muss noch etwas Luft nach oben sein 😉 Chin – chin!

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