Eine schöne Frühstückslocation zu finden ist für mich oft eine Qual. Natürlich liegt es daran, dass ich nicht einfach einen coffee to go haben möchte und eine Breze auf die Hand. Auch das normale Cafe/Bistro Frühstück ist mir oft einfach zu lieblos. Dann kann ich ja schließlich gleich zuhause bleiben. Ganz oder gar nicht, ist immer meine Devise. Hängt mir der normale Kaffee oder Tee zum Marmeladenbrot mal ganz zum Halse raus, braucht es einfach etwas radikal anderes.
Radikal ist vielleicht etwas übertrieben, aber wann warst du das letzte mal auf ein Paar schöne „Münchner Weißwürscht“? Bei mir gebe ich zu, war es doch schon eine längere Zeit her. Selbst mache ich sie mir extrem selten und deshalb sollte es für Tom und mich mal wieder was besonderes in München sein: der Muschelsaal im Augustiner.
Die einzigartige Glaskuppelkonstruktion ist ein architektonisches Meisterwerk. Bis auf kleine Details präsentiert sich der Muschelsaal des Augustiner Stammhauses noch so wie anno 1897. Es war das erste besondere Jugendstilwerk von Emanuel von Seidl. Die kunstvollen Ornamente aus echten Muscheln und Kieselsteinen haben mich besonders fasziniert.

Wer uns etwas besser kennt weiß, dass wir nicht wirklich Biertrinker sind. Aber was soll ich sagen, eine „Weißwurscht muss schwimmen“ und das geht nun mal in nichts anderem besser als in einem Augustiner Weißbier.

Unser Tisch war absolut mittig unter der Kuppel und hätte nicht schöner platziert sein können. Der Kellner war sehr zuvorkommend und Vollprofi somit, wer hätte es gedacht waren wir wunschlos glücklich. Der Muschelsaal im Augustiner in der Innenstadt hat uns somit sehr positiv beeindruckt und wir kommen sicher wieder. Fünf von fünf Sternen 😉