Chez Fritz und unser liebster Franzose in München

Wenn man selbst gerne kocht und sich auch um die Stimmung und Dekoration des Abends Gedanken macht, ist man oft als Gast nicht mehr ganz so einfach. Natürlich sind wir selbst nicht so ;-). Ein wunderschönes Lokal in München hat uns aber doch etwas in seinen Bann gezogen.

Es geht um den Franzosen chez fritz. Genau genommen eine Brasserie. Von aussen noch relativ unscheinbar, so eröffnet sich beim Eintritt eine eigene Welt und man fühlt sich wie in Frankreich.

Aus den Lautsprechern leichte Chanson Musik von Charles Aznavour bis Edith Piaf, die Tischdecken im typischen weiß-roten Karo und eine Bar, die seinesgleichen sucht. Der Service hat uns nicht nur einmal mit seiner Freundlichkeit begeistert, sondern zeigt sich jedesmal sehr aufmerksam und zugewandt. Kommt man öfter als einmal in diese Oase, hört man auch gerne ein „schön, dass ihr wieder da seid“.

„Schön, dass ihr wieder da seid.“

ein freundlicher Kellner, der uns reinkommen sieht

Besonders die Fischtheke sticht einem ins Auge wenn man durch das Restaurant blickt. Auf der frische Meeresfrüchte und der aktuelle Fang auf chrashed ice sich präsentieren.

Das Tatare Frites ist meistens meine erste Wahl. Ich mag Tatar einfach schrecklich gerne wenn es gut gemacht ist. Tom war mit seinem gebeiztem Lachs auf Fenchelsalat sehr zufrieden.

Als wir das letzte Mal hier tafelten konnte ich einen Oktopusarm verkosten, aus einer anderen Welt. Er war so zart und leicht mit der Gabel abzustechen, dass hatte ich bisher noch nicht erlebt. Meist kennt man Oktopus etwas gummiartig, aber davon war hier keine Spur.

Auf dem Bild essen wir gerade Skrei auf Champagnerkraut oder so.

Diesmal war unser Hauptgericht Ente und Lamm. Ganz genau hieß es auf der Karte „Confit de Canard“ für die feine Entenkeule mit Bratkartoffeln und Feldsalat und mein Lamm hieß „Gigot D’Agenau“, also eine geschmorte Lammkeule mit Kartoffelstampf und Speckbohnen.

Zu solchen Leckereien kann man natürlich nicht nur Wasser trinken, obwohl wir das doch reichlich tun. Und die Flasche Wasser bei uns am Tisch nicht nur zur „Deko“ steht 😉 – kleiner Insider.

Wenn wir uns in einem Restaurant auf der Weinkarte für keinen Wein entscheiden können, rutscht unser Blick sehr schnell zum flexiblen Schaumwein. Und da können uns die Franzosen doch sicher verstehen. Und ganz bestimmt auch Lily Bollinger 😉

„Ich trinke Champagner nur, wenn ich glücklich und wenn ich traurig bin!“ 

Lily Bollinger

Gesagt getan, die wunderbare Brasserie hat sogar einen unserer liebsten Champagner (Bollinger, was sonst) auf der Karte. Und das sogar zu einem für Münchner Verhältnisse überschaubarem Preis. Wir waren selig!

Wir können euch also nur das Chez Fritz wärmstens ans Herz legen. Wir kommen sicher wieder und freuen uns auf ein „schön, dass ihr wieder da seid. Was möchtet ihr trinken? Wie immer? ;-)“

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